Warum Bear Grylls ein besserer Freelancer wäre als du!

Kategorie: Webentwicklung

Die Ludolfs haben mich auf die Idee gebracht Artikel zu schreiben warum sie bessere Blogger wären. Wieso ich das jetzt schreibe? Ich hab danach natürlich mal wieder DMAX geguckt und bin dabei auf noch zwei weitere Ideen bekommen, die ich auch umsetzen will.

Wie der Titel dieses Artikels verrät wird es um den Überlebensexperten Bear Grylls gehen. Das ärgerliche bei diesem Artikel ist, ich hatte den Artikel bereits einmal geschrieben, aber dann hab ich ihn beim schließen von Pages übersehen und er war weg. Also jetzt der Ganze Spaß noch einmal von vorne.


Bildquelle: DMAX Presseportal

Für alle diejenigen unter euch, die noch nicht von Bear Grylls gehört haben, er ist der Star der Sendung „Ausgesetzt in der Wildnis“ (Originaltitel: Man vs. Wild) die immer sonntags um 21:15 auf DMAX ausgestrahlt wird. In der Sendung zeigt er wie man in den lebensfeindlichsten Regionen der Erde überleben kann, wenn man dort irgendwo aus dem Flugzeug oder Hubschrauber fallen würde.

Bear Grylls überlebt mit seinen Einfallsreichtum, Ausdauer und Testosteron einfach überall, bis er wieder zivilisiertes Gebiet erreicht. Stellt ihn euch kurz vor wie er euch mit wahrscheinlich schmutzigen Sachen und eventuell auch mit Blut von irgend etwas anderem beschmiert auf einem Waldweg in Richtung Zivilisation entgegen kommt.

Auch wenn man nach einer Folge „Ausgesetzt in der Wildnis“ bestätigen würde, dass dieser Mann alles kann, bin ich mir nicht mal sicher wie es um seine Computer Fähigkeiten bestellt ist. Ich behaupte aber trotzdem das er ein besserer Freelancer oder Webdesigner wäre als ihr. Aber wieso bin ich mir da so sicher? Neben dem Fakt, dass ich bis jetzt noch nie gesehen habe dass er bei irgendetwas versagt hat, beschäftigt er sich damit Dinge, Tiere oder was auch immer zu töten, das normaler Weise einen Menschen töten würde und um noch einen drauf zusetzen er ist die Viecher dann auch noch.
Was aber genau macht ihn zu einem besseren Freelancer? Es sind die Überlebenstechniken, die dieser Mann wie selbstverständlich anwendet und die sich auch hervorragend auf das Leben als Freelancer/ Webdesigner übertragen lassen.

Kenne deine Umgebung

Bevor sich Bear Grylls in raues Gelände vor wagt, stellt er sicher, dass er sich auch in diesem Gelände auskennt und weiß, was ihn erwarten kann. Denn die Fallen der Umgebung zu kennen, in der man (gezwungen ist) zu arbeiten nimmt einem während der Reise eine Menge Ärger ab. Nehmen wir zum Beispiel mal an der Dschungel am Amazonas wäre der Internet Explorer, es fehlen jegliche hilfreichen Funktionen so das man gezwungen ist mit den einfachsten Werkzeugen zu arbeiten und zu improvisieren um komplexe Probleme zu lösen.

Wenn Bear mal wieder in einem Baum, einer Höhle oder in einem toten Kamel schläft (KEIN WITZ) hängt es von der Art der Besucher ab, die er während der Nacht erwartet. Kommt euch das bekannt vor? Sollte es aber denn auch im Bereich des Webdesign gibt es keine universelle Größe für eine Website. Es hängt immer davon ab welche Nutzergruppe man anspricht oder erwartet. Denn das beeinflusst nicht nur das Nachtlager sondern sollte auch die Entwicklung und das Design von Websites beeinflussen.


Bildquelle: DMAX Presseportal

Klein Anfangen

Habt ihr schon einmal versucht ein Feuer mit Feuerhölzern zu machen? Klar als Kind eventuell aber schon einmal ernsthaft – NEIN. Aber keine Angst denn wahrscheinlich haben höchstens 1% der Leute die meinen Blog lesen dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen. Bear macht so etwas in seiner Freizeit und sich Abends zu entspannen. Das zeigt jetzt nicht nur, das er so etwas wie ein zweiter Chuck Norris sein könnte, sondern auch das Geduld enorm wichtig ist wenn man ein wichtiges Ziel unbedingt erreichen will/ muss.
Ein Feuer mit einem Feuerstein oder zwei Hölzern zu machen geht nicht gerade schnell aber wenn Bear Grylls es nicht schafft bevor er schlafen geht, wäre er gezwungen gegen Schlangen, Wölfe, Bären, Dinosaurier, also alles was da so heimisch ist wo er sich aufhält, zu kämpfen.

Jetzt aber zu dem, was es uns für die Geschäftswelt sagen kann. Denn wenn ihr den Prozess des Feuermachens betrachtet und er euch total langsam vorkommt, werdet ihr fest stellen, dass es nicht um den Zeit Aufwand geht sondern darum einen Funken zu erzeugen. Jetzt zurück in die Geschäftswelt oder das Geschäft eines Freelancers, denn wenn ihr für ein Projekt vor einem leeren Blatt sitzt erinnert euch dran, dass es euch immer helfen wird wenn ihr zumindest ETWAS habt mit dem ihr arbeiten könnt. Jeder hat mal Schwierigkeiten wenn es darum geht ein Projekt sozusagen „from scratch“ zu starten, wenn uns mal wieder der Funke fehlt. Feuerhölzer kosten zwar eventuell eine Menge Zeit aber am Ende habt ihr doch was ihr wollt, nämlich den Funken mit dem ihr nicht mehr im Dunkeln sitzt.

Recyceln

Habt ihr schon einmal darüber nach gedacht, was ihr alles mit einem normalen Kletter-Seil anstellen könnt? Bear auf jeden Fall nicht, er benutzt ein Seil nicht nur um auf Berge zu klettern, ein wildes Tier zu töten, eine Schlucht zu überqueren ein Floß zu bauen, einen Tornado zu fangen oder eine Hängematte zu bauen und das alles an einem Tag. Wenn Bear etwas nützliches in die Hände fällt, nutzt er es, bis es wirklich aus einander fällt und danach verwendet er die brauchbaren Teile immer noch weiter. Es wirkt was so als ob es in seiner Welt nichts nutzloses gibt, alles kann bei ihm irgendeinem Zweck dienen der ihm hilft zu überleben.

Was aber, ist natürlich wieder die Frage, bringt es uns als Freelancern wenn Bear so so cooler Type ist. Das an sich hilft uns erst einmal herzlich wenig, aber das oben beschriebene zeigt, dass man nicht alles weg werfen sollte. Nutzt ihr ein Stück eurer Arbeit z.B. nicht sofort hebt es auf, eventuell könnt ihr es später noch einmal gebrauchen. Entweder so wie es ist, oder in der einen oder anderen abgewandelten Form. Nutzt auch Einzelteile mehrfach. Snippet A passt eventuell super in das neue Design für WordPress oder ergänzt Skript B um ein hilfreiches Feature. Wieso? Es spart euch viel Zeit, die ihr anders einsetzen könnt und stellt sicher, dass ihr eure Arbeit nicht verschwendet.


Bildquelle: DMAX Presseportal

Ruhe ist Wichtig

Es gibt nicht viel was Bear in die Knie zwingt, aber er weiß auch, dass es wichtig ist keinen Raubbau an seinem Körper zu betreiben um langfristig überleben zu können. Wenn man sich selbst am Rand eine Klippe festbinden muss, führt das wahrscheinlich nicht zu dem erholsamsten Schlaf, aber in diesem Fall ist es besser als gar kein Schlaf.

Als Freelancer kann es ja derweil auch vorkommen, dass man vor wie der Ami sagt, einem „Crap load of work“ sitzt und sich dann in diesem Marathon stürzt um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Aber auch hier solltet ihr an Bear denken und euch die Zeit nehmen um euch auszuruhen, denn nur so stellt ihr sicher, dass ihr nicht total ausgebrannt seid und das Projekt eventuell gar nicht mehr abschließen könnt. Überspitzt betrachtet kann das bedeuten, dass ihr mit einer 40 Stunden Woche produktiver seid, als wenn ihr die Stunden kloppt als ob es kein morgen gibt.

Vor allem wenn ihr nicht alleine an einem Projekt arbeitet solltet ihr bedenken, dass ihr nicht der einzige seid, der von dem Projekt ein Auszeit gebrauchen könnte. Aber nicht nur eure Mitstreiter brauchen eventuell eine Pause, genau so wie ihr nicht die Ganze Zeit Ausgesetzt in der Wildnis gucken wollt, will euer Kunde sich nicht ständig mit dem einen Projekt beschäftigen. Wenn ihr Tag ein, Tag aus als Webdesigner unterwegs seid, solltet ihr auch bedenken, das euer Kunde selbst einen Job hat, den er genau so verfolgen muss. Damit das am Ende nicht falsch rüber kommt, Kundenkontakt ist enorm wichtig, denn ihr arbeitet ja nicht für euch, allerdings solltet ihr immer darauf achten euren Kunden nicht mit Informationen zu überfluten, mit denen er im schlimmsten Fall nicht einmal was anfangen kann.


Bildquelle: DMAX Presseportal

Ein Mann muss essen

Das wohl beeindruckendste an Bear und seiner Sendung ist dass er egal wo auf der Welt er gerade ist eigentlich alles tötet um es zu essen. Ok, das stimmt natürlich nicht wirklich. Er läuft auch nicht wie Rambo rum und bringt alles um, alles was so in seinen Mund passt, wie Spinnen, Asseln oder andere Insekten isst er direkt (LEBEND). Er kann außerdem nicht alles essen, da vieles davon, egal ob Pflanzen oder Tiere ihn umbringen würde, würde er es verzehren.

Für ihn ist es also über-lebenswichtig zu wissen, was er essen kann und was ihn eventuell umbringen könnte. Hinzu kommt, Wunder oh Wunder, ihr müsst während Projekte natürlich auch essen und das möglichst so, dass es euch nicht umbringt, soll heißen gesund. Hierbei ist es eventuell nützlich wenn ihr z.B. nicht nur große Projekte annehmt, sondern auch mal ein paar kleinere, die euch das wirtschaftliche Überleben sichern können.

Vermarktet euch

Jedes mal wenn Bear über eine Schlange „stolpert“ weißt er seine Zuschauer darauf hin, dass das Tier zu den giftigsten und gefährlichsten der Erde zählt. Aber, für den Zuschauer ist es im Prinzip nicht relevant, weil jeder weiß, das Tier wird am Ende als Mahlzeit für Bear enden. Ich meine seht euch diesen Artikel an, Bear hat durch seine Sendung einen Namen als knallharter Type gemacht, so das man fast Mitleid hat mit den Kreaturen, die einen selbst im Schlaf töten könnten.

Bear hat sich diesen Ruf aufgebaut indem er seinen Weg gegangen ist und weiter geht. Für euch bedeutet das, dass euer Ruf das repräsentieren sollte, was ihr seid und was ihr tut. Bear wäre nicht halb so bekannt oder angesehen, wenn er als der Type bekannt wäre der meistens giftige Tiere besiegt, manchmal aber auch von ihnen besiegt wird. Als Freelancer könnt ihr euren Ruf als guter Dienstleister nicht aufbauen oder verteidigen, wenn ihr manchmal 100% gebt, dann aber auch in anderen Jobs nur 80%.


Bildquelle: DMAX Presseportal

Der Vergleich

Jetzt kommt der angenehme Teil des Artikels, denn ich bin fertig mit dem Hauptteil, der ja, leider Gottes – oder Gott sei dank – recht lang geworden ist. Zum Abschluss bleibt es mir also nur zu Fragen wie viele dieser Eigenschaften ihr auf euch vereinen könnt.

Aber damit nicht genug habt ihr eventuell noch Ideen, was Freelancern von anderen (prominenten) Vorbildern/ Personen lernen können? Die Ludolfs habe ich ja schon als Blogger eingesetzt und es ist noch ein Artikel zu Barry White geplant, auf den ihr gespannt sein könnt.

Ansonsten freue ich mich auf eure Gedanken und Ideen.

Sensei

Geschrieben von Sensei am 18. 8. 2010
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2 Kommentare zu “Warum Bear Grylls ein besserer Freelancer wäre als du!”

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