Killt die Bounce Rate euren Blog?

Kategorie: Bloging, Webentwicklung

Fangen wir am besten einmal damit an, was die Bounce Rate oder auf deutsch Absprungrate überhaupt ist:

Die Absprungrate ist die totale Anzahl von Besuchern geteilt durch die totale Anzahl der Seitenaufrufe. Sofern ihr Google Analytics dazu einsetzte die Statistiken eurer Website zu tracken, werdet ihr die Absprungrate sicher schon einmal bemerkt haben. Aber wie ich habt ihr euch bisher wenig darum gekümmert. Wieso eigentlich auch?

Weil die Absprungrate ein Indikator für die „Gesundheit“ eures Blogs ist. Wenn Besucher auf eure Website kommen aber nicht tiefer in euren Content einsteigen, dann geht euch natürlich auch die Möglichkeit verloren, aus zufälligen Besuchern, loyale Leser zu machen.

Daraus ergibt sich dann, zumindest für mich folgende Frage:

Was ist eine gute Absprungrate?

Das genau ist der Knackpunkt denke ich, denn wie sagt der Ami: „It depends“. Das kommt nämlich immer auf die Art der Website an, die ihr betreibt und natürlich auch in welcher Nische ihr aktiv seid. Von dem was ich bisher so gehört und auch von der Logik her ist ein Wert von unter 40% ein realistisches Ziel. Was nicht bedeuten soll, dass es einfach sein soll, es zu realisieren. Aber egal wie ihr euer Ziel setzt, ich würde z.B. versuchen die Bouncerate in Stufen zu verbessern, ist es natürlich wichtig, dass ihr euch bewusst machst, was die Absprungrate für eigentlich alle Websites beeinflusst.

Gründe für den „Absprung“:

Hier würde ich sagen, geht als erstes einmal in euch und überlegt euch, warum ihr eine Website sofort verlassen würdet. Zu meinen Ergebnissen dieser Überlegung zählen:

– Ein unattraktives Webdesign
– Eine schlechte Navigation
– Lange Ladezeiten
– Schlechter Content
– Die Seite beantwortet meine Frage nicht
– Zu viel Werbung
– Pop-Ups

Wenn ihr euch auch so eine Liste erstellt habt, seid ihr schon ein ganzes Stück weiter, denn jetzt wisst ihr, was ihr überprüfen und eventuell optimieren müsst. Macht euch am besten ein Checklist, die ihr dann für eure Websites abhakt und lasst euch dabei auch von den Meinungen außen stehender eventuell sogar „einfachen Anwendern“ beeinflussen, den so könnt ihr von den Leuten „lernen“ die eure Seite nutzen werden.

Wie kann ich meine Absprungrate verbessern?

Am besten fangt ihr damit an, die Eindrücke eurer User zu sammeln damit ihr wisst, an welchem Punkt ihr besonders dringend arbeiten müsst. Ich habe hier noch einmal ein paar Tipps für einige Punkte zusammen gestellt, die mir bei der Überlegung eingefallen sind.

Ihr könnt z.B. Services wie Click Tale nutzen um die Navigation eurer Website zu verbessern. Den Page Speed eurer Seite könnt ihr schnell und einfach mit den Google Webmaster Tools ermitteln. Für WordPress gibt es auch einige Plugins, die die Seite cachen, so dass sich die Ladezeit verkürzt.

Was mich am Ende natürlich noch interessieren würde ist, ob ihr euch bereits um die Absprungrate kümmert und ob ihr dies nach diesem Artikel eventuell ändern werdet. Wenn ja was ist euer Ziel, dass ihr erst einmal erreichen wollt, geht ihr gleich auf 40% oder fangt ihr eventuell erst einmal bei 60% an?

Sensei

Geschrieben von Sensei am 24. 4. 2010
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5 Kommentare zu “Killt die Bounce Rate euren Blog?”

  • realloc sagt:

    Ich glaube auch, dass “It depends…” die richtige Antwort ist. Ein Beispiel: Wenn ich eine Blog habe, in dem vor allem Produkte beschrieben werden, die ich als Affiliate bewerbe, wäre ein sofortiges Weiterklicken zur Partnerseite sicher etwas sehr erstrebenswertes.

    Bounce wäre in der Übersetzung doch eher ein “Zurückprallen”. Insofern finde ich den Begriff etwas irreführend, wenn es den Tatsachen entspricht, dass es sich um nur ein Verlassen der Seite handelt und nicht um eine Rückkehr zu den Suchergebnissen.

  • Kiwi sagt:

    Erstaunlicherweise liegt meine Absprungrate im vergangenen Monat zwischen lediglich 30 und 50%. Lange bin ich noch nicht in der Blogospäre und Leser habe ich auch noch nicht so viele. Aber wichtig ist mir diese Absprungrate nicht. Viel wichtiger finde ich, dass ich – als Blogbetreiber – mit den Lesern in Verbindung treten kann. Leser, die ab und zu einen Beitrag (sinnvoll) kommentieren und dann nie wieder kommen, sind mir viel lieber, als jene, die regelmäßig auf dem Blog vorbeischauen, aber keine Teilnahme zeigen. Warum? Wenn sich die Leser nicht mit Kommentaren beteiligen, bekomme ich keine Bestätigung für meine Arbeit und dann macht das Bloggen auch nur halb so viel Spaß.

  • Onassis sagt:

    Bisher hatte ich noch nicht einmal gewußst, wie sich die Ansprungrate errechnet. Und bei google analytics habe ich dazu nichts gefunden.

    Deshalb bin ich ganz froh über die Erklärung hier! :-)

    Beachtet habe ich diese Zahl noch nie, aufgrund fehlenden Wissens, werde mich jetzt aber näher mit der Entwicklung dieser Zahl beschäftigen!

    Obwohl die Zahl bei mir eigentlich klein ausfallen sollte, da ich ein Forum habe und hier auf jeden Fall mehr als 1 oder 10 Seiten normalerweise angeschaut werden.

    Onassis

  • Alex Kempe sagt:

    Sobald du sehr viele Feedleser hast, die immer nur den neuesten Artikel lesen, relativiert sich die Aussagekraft aus Analytics, was die Absprungrate anbelangt. Es ist also ein recht unrealistischer Indikator in meinen Augen und darauf zu schließen, wie gesund ein Blog ist.

  • Anonym sagt:

    Hilfreiche Abhandlung. Meiner Meinung nach sind die Hauptgründe, dass die User sofort wieder die Seite verlassen, wenn man zuviel Werbung auf dem Blog hat, denke, dass lässt schnell das Vertrauen schwinden, also wäre dann eventuell ne Möglichkeit, nicht zu agressiv mit Werbeanzeigen vorzugehen. Ich glaube allerdings, der HAUPTFAKTOR ist, dass man im Grunde nicht das liefert, wonach die Beschreibung aussieht, oder dass der Content einfach schlecht ist und man für die SUMA und nicht für dieUser schreibt, denke, da merkt jeder User auf den ersten BLick.

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