Facebook vs. Twitter

Kategorie: Trends

Seit dem Hype um Twitter liest man in den verschiedensten Webmaster Foren immer über eine Konkurrenz zwischen Twitter und Facebook. So als ob es darauf hinauslaufen würde, dass eine der beiden Seiten am Ende aufgeben muss.

Doch Leute die sich diese Frage stellen, vergleichen Äpfel mit Birnen, weshalb es auch kein Ergebnis in dieser Diskussion geben kann. Wieso das so ist, will ich euch in diesem Artikel kurz darlegen.

Ich kann nur Dinge vergleichen, die sich ähnlich sind, ansonsten sind wir wieder bei dem Äpfel und Birnen Beispiel. Am Anfang müssen wir uns also erstmal darüber klar werden, um was es sich bei den beiden Seiten handelt, um festzustellen ob sie überhaupt vergleichbar sind.

Ich habe das Ergebnis des Vergleiches jetzt zwar schon vorweg genommen, die Definition kommt jetzt aber trotzdem noch, um meine Aussage zu bestätigen.

Beginnen wir bei Facebook, was ja sozusagen die Mutter aller Social Networks ist, auch wenn das nicht zu 100% stimmt. Bei Facebook kann jeder ein komplettes Profil erstellen, Bilder hochladen, sich mit Freunden vernetzen und inzwischen auch viele sinnlose Apps verwenden.

Bei Twitter sieht das Ganze anders aus. Auch bei Twitter handelt es sich laut Wikipedia um ein Social Network. Der Unterschied zu Facebook ist hier doch sehr eindeutig, da Twitter auf Mircoblogging beschränkt ist. Ich kann zwar auch einige Profilinfos angeben, bin aber beim schreiben immer auf die 140 Zeichen beschränkt.
Inzwischen gibt es zwar auch für Twitter Erweiterungen die es einem ermöglichen z.B. Bilder zu veröffentlichen, jedoch sind diese Erweiterungen alle extern.

Es kann also eigentlich keine Konkurrenz zwischen den beiden Social Networks geben, da sie eine völlig andere Klientel bedienen. Facebook wird inzwischen zwar von immer mehr Menschen genutzt war aber ursprünglich für Studenten genutzt. Auf Twitter finden wir vor allem „Digital-Natives“ die schon längere Zeit mit oder im Internet arbeiten. Facebook taugt eher für „Digital Immigrants“ da die Seitenstruktur und das gesamte Konzept für Offliner leichter zu begreifen ist.

Auf Facebook füge ich als Freunde nur Menschen hinzu die ich schon von irgendwo her kenne. Twitter ist da wesentlich offener und man folgt erstmal jeden, der interessante Tweets postet. Daraus können dann auch Freundschaften entstehen, die sich auch auf Facebook fortsetzen aber die Art des Networkings ist auf beiden Seiten zumindest meiner Auffassung nach sehr unterschiedlich.

Mehr fällt mir aktuell dazu auch nicht ein, ich denke aber es wird deutlich, worin sich die beiden Services unterscheiden und das sie eigentlich gar keine Konkurrenz für einander darstellen können.

Jetzt habt ihr wie eigentlich immer die Chance eure Meinung zu dem Thema hier als Kommentar zu hinterlassen.

Sensei

Geschrieben von Sensei am 10. 9. 2009
Abgelegt unter: Trends
Tags: , , , , , , , ,

6 Kommentare zu “Facebook vs. Twitter”

  • m4gic sagt:

    Facebook ist bei mir nur voll mit LEuten die ich kenne, Twitter besteht aus allen möglichen Leuten, sofern die Tweets interessant sind :) Auf der andern Seite müssen meine Facebook Leute nicht alles von Twitter mitlesen ;)

  • Sensei sagt:

    Jop so sieht es aus, ist ein weiterer Punkt, der bestätigt, dass es eigentlich keinen Konflikt geben kann

  • mikeloschi sagt:

    wenn ich mich draussen mit Leuten auf der Strasse unterhalte, sage ich denen auch nicht gleich all meine persönlichen Daten. Missbrauch wird überall betrieben wo sich die Gelegenheit bietet, was ja jüngst in der Presse über Facebook zu hören war—–daher stört mich ungemein, dass man bei all den ” social Networks” all seine Daten angeben muss—in Deutschland gab es schon einmal einen kleinen gemeinen Riesen der alle registrierte–und wie verabscheuten die Menschen die ” Stasi”—-und all die Hartz 4 Leute= absolute Kontrolle/ sage ich da nur und direkte Verbindung untereinander haben Sozialamt, Arbeitsamt, Finanzamt, usw.usw.usw.—-es läuft wieder darauf hinaus, dass EINER an alle Daten dran kann——Kurz, es müsste möglich sein dass die Menschen sich auch ohne diese Registrierung unterhalten können und wenn sie dann der Meinung sind ihrem neugewonnenen ” Freund” die Adresse oder die persönlichen Daten zu nennen, ist es ihre eigene Angelegenheit.Man sieht ja schon wie leicht “Gott und die WELT ” an die IP Adresse dran kommt!!!!!!

  • TheFox sagt:

    Sehr guter Artikel. Leider werden die Blogs und Webseiten durch Facebook immer weniger. Ich brauch mir heutzutage nur irgendeine Werbung im TV anschauchen. Die meisten grossen Konzerne haben nicht mehr die eigene Webseite eingeblendet, sondern nur noch den Facebook-Link. Oder eine Weiterleitung von der eigenen Domain auf das Facebook Profil.

  • Vincent sagt:

    Ich mag an Twitter, dass man sich einfach an interessante Twitterer ganz unbeschwert und sofort dranhängen kann. Bei Facebook allerdings erst nach Freundschaftsanfrage bzw. die Posts sind öffentlich .

    Außerdem wirkt FB auf mich extrem casualmässig wo mittlerweile wirklich jeder Hans und Franz drin ist. Hier geht es ganz offensichtlich FB zwecks Gewinnoptimierung durch Marketing möglichst jedes Detail über den User zu erfahren. Die Statusmeldungen und News sind nur ein Pseudo-Twitterfunktion. Apps und Spiele nerven nur und bringen FB noch mehr Geld.

    Twitter ist zwar auch kein selbstloser Dienst, aber hier habe ich weniger das Gefühl “verkauft” zu werden. Zumal man im Profil recht wenig über sich preisgeben kann und sich hinter einem Pseudonym verstecken kann und nicht Vor- und Nachnamen unbedingt angeben muss.

    Mit meinen Freunden und Bekannte, die ich auch privat kenne kommuniziere ich dann lieber per Email, denn diese haben auch FB Skeptiker ;)

  • Selma sagt:

    Kannst du mal schreiben, junge junge, aber ich habs verstanden :) danke

Einen Kommentar hinterlassen

Kategorien