Kein Lohn ohne Inspiration

Kategorie: Informationen, Tips&Tricks

Die meisten von euch kennen das sicher, man sitzt an einem Kundenprojekt oder will unbedingt einen neuen tollen Artikel für die eigene Seite schreiben, aber irgendwie will nichts gelingen. Der Kopf ist zwar voll mit tollen Ideen, nur leider passen sie, wie sollte es auch anders sein, mal wieder überhaupt nicht zum Thema.

Worauf eine längere Blockade der Inspiration hinausläuft ist denke ich klar, denn von nichts kommt nichts. Man muss also selber dafür sorgen, dass die Gedanken und vor allem die zur Aufgabe passenden wieder fließen.

Meiner Meinung und Erfahrung nach gibt es dazu 2 grundsätzliche Methoden, die beide auf dem Prinzip des „Kopf frei bekommens“ beruhen. Denn nur wenn man wieder etwas Abstand von der Aufgabe hat, erkennt man, wo es hängt oder wie man den Artikel zuende schreiben kann, ohne dass es so dahin geschlurt wirkt.

Methode 1 die bei mir und vielen anderen sehr gut funktioniert ist ein anspruchsvolles Work-out. Stellt einfach mal den Rechner ab und geht für ein bis zwei Stunden ins Fitnesstudio oder laufen. Sobald ihr den toten Punkt überwunden habt, kommen meistens noch während des Trainings die ersten guten Ideen.

Es ist ja inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass Sport generell und Laufen im Speziellen die Durchblutung fördern, was auch die “Denkfähigkeit” erhöht.
Gerade bei schwierigen Projekten die unter Zeitdruck abgeschlossen werden müssen, kann es wunder wirken, einfach mal 30 Minuten laufen zu gehen und sich da Ganze danach noch einmal in Ruhe anzusehen.

Bei mir ist es zum Beispiel immer so, dass ich eigentlich jedes mal mit dem Header eines Designs zu kämpfen habe, einfach gute Ideen fehlen. Sobald ich dann aber im Studio bin und nach zehn Minuten Radfahren mit dem Gewichtstraining anfange, kommt merkwürdigerweise jedes Mal Inspiration und Kreativität und ich sehe das Design fast fertig vor meinem inneren Auge. Sobald ich dann Zuhause bin, PS anwerfen und alles so umsetzen wie ich es mir vorgestellt habe ist das Problem gelöst, sofern nicht der Kunde etwas völlig anderes wollte ;-).

Die zweite Methode eignet sich auch für Sport-Muffel benötig aber erfahrungsgemäß mehr Zeit, weshalb ich sie eigentlich nur bei eigenen Projekten verwenden würde die ohne Zeitdruck entstehen. Der Anfang ist gleich: Weg vom Rechner und irgendetwas machen das ablenkt. Mal wieder mit Freunden treffen, ein Buch lesen, Rasenmähen, Autowaschen, Kochen – ich denke die Richtung ist klar. Wenn ihr dann nach zwei bis drei Stunden oder auch mehr – je nachdem was ihr gemacht habt, wieder an die Arbeit geht, seid ihr erstens ausgeglichener und zweitens leistungsfähiger und die Konzentration ist höher.

So findet man auch den einen kleinen Fehler in dem 6000 Zeilen Code der Startseite, wegen dem man vorher am liebsten das geliebte MacBook gegen die Wand geworfen hätte.

Der Mensch ist einfach nicht unendlich belastbar und Konzentration sowie Motivation schwinden nach einer gewissen Zeit einfach. Je glatter ein Projekt läuft, desto weniger problematisch ist es, aber taucht dann doch mal ein Fehler auf ist es schwer ihn zu finden.

In solchen Momenten ist es einfach das beste etwas anderes zu machen und das Unterbewusstsein weiter an dem Problem arbeiten zu lassen, während man selbst sich mit vermeintlich banaleren Sachen beschäftigt, die einem meistens sogar wesentlich mehr Spaß machen.

Da ich weder Pädagoge bin noch sonst irgendeinen Beruf habe, der sich mit ex- und intrinsischer Motivation beschäftigt, belasse ich es bei meinen Erfahrungen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen.

Hoffe, dass euch der Artikel helfen kann und mich würde natürlich interessieren, was ihr in einer Situation tut, bei der ihr pa-tou nicht weiter kommt.

Sensei

Geschrieben von Sensei am 19. 8. 2009
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2 Kommentare zu “Kein Lohn ohne Inspiration”

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