Kunden aus der Hölle

Kategorie: geld verdienen

Diejenigen unter euch, die auch selbstständig Arbeiten, in welchem Bereich auch immer, haben sicher auch schon die Erfahrung mit, nennen wir es „merkwürdigen“ teilweise aber auch einfach nur sehr nervigen Kunden gemacht.

Für einen Freelancer hat das Zusammentreffen mit diesen „schwierigen“ Kunden oft zwei Effekte die beide leider nicht wirklich positiv sind, wenn man sich kurz mit ihnen beschäftigt, aber in den Griff zu bekommen sind.

Das erste wäre die Motivation. Wenn ein Kunde ständig Updates fordert, um dann hinterher zu sagen, dass es ihm überhaupt nicht gefällt und dann am besten noch mit einem Bild, im Design Bereich, ankommt, dass sein Sohn mit Paint gemalt hat, ist es schon sehr schwer sich zu Motivieren. Man kann beim Kundengespräch noch so genau versuchen alle Punkte zu klären und dem Kunden „Dummheiten“ auszureden, es wird bei einigen Kunden leider einfach nicht klappen und das führt zwangsläufig dazu, dass die Motivation, für diesen Kunden zu Arbeiten stark leidet, was sich auch auf die Qualität der Arbeit auswirken kann, wodurch eine Art Kreislauf losgetreten werden kann.

Doch nicht nur die Motivation leidet, teilweise fragt man sich als Dienstleister auch, ob das Gegenüber einem in den Gesprächen überhaupt zu gehört hat, oder ob man seine Zeit verschwendet hat.

Das führt zu dem zweiten Effekt, den Vorurteilen Kunden gegenüber. Jeder Mensch hat zumindest zu bestimmten Bereichen Vorurteile und dass muss auch nicht immer negativ sein, was es leider Gottes aber in den meisten Fällen ist.

Es gibt Situationen, die einem teilweise sehr an der Intelligenz seines Gegenübers Zweifeln lassen, woraus sich, wenn dies öfter der Fall ist, das Vorurteil ergeben kann, dass Kunden um generellen, keine Ahnung haben.

Thematisch mag das zwar in manchen Fällen stimmen, aber umso wichtiger ist es dann für euch als Dienstleister, die Kunden da abzuholen wo sie aktuell Stehen und ihnen zu versuchen, die Grundlagen zu erklären. Ich weiß allerdings auch, dass es auch sehr hoffnungslose Fälle gibt, bei denen es sich nicht unbedingt lohnt.

Wenn ihr in einer solchen Situation steckt und ihr droht die Motivation zu verlieren, könnt ihr euch um die Laune wieder zu heben die Seite Kunde aus der Hölle angucken. Mir persönlich hilft es teilweise, wenn ich sehe, dass es nicht unbedingt an mir liegt, wenn ein Kunde eine bestimmte Frage immer und immer wieder stellt.

Mir gelingt es durch das lesen der Anekdoten der anderen eigentlich auch sehr gut, den Fokus wieder auf das wesentliche zu lenken, was natürlich ist, dem Kunden die Arbeit zu liefern, die er bestellt hat, auch wenn er z.B. den IE 6 als einzigen Zugang zum Internet versteht.

Ich würde mich freuen, wenn ich euch mit diesem Artikel zumindest ein klein wenig auf eine solche Situation der Unmotiviertheit vorbereiten konnte.

Sensei

Geschrieben von Sensei am 20. 1. 2010
Abgelegt unter: geld verdienen
Tags: , , , , ,

5 Kommentare zu “Kunden aus der Hölle”

  • Markus sagt:

    Hi!

    Ebenfalls empfehlenswert ist das englischsprachige Äquivalent “Clients from Hell” – zumal dort die Update-Frequenz höher ist ;)

  • Piet sagt:

    Ich kenne die Kunde aus der Hölle nur zu gut. In der Vergangenheit war ich schon häufig davor Maus, Keyboard oder Monitor aus dem Fenster zu werfen weil der Geduldsfaden nüchtern betrachtet schon gerissen war. Hab mich zum Glück immer beherrschen können.

    Die Seite Kunden aus der Hölle ist einfach Klasse. Ich habe dort selbst schon häufiger reingeschaut. Es beruhigt dann ungemein wenn man sieht das andere Leute noch schlimmere Kunden hatten *g*

    LG Piet

  • Bernhard sagt:

    Hallo Robin,

    interessanter Artikel, über den ich beim Stöbern im Netz “gefallen” bin. Ich kenne solche Kunden leider auch nur zu gut. Irgendwann schleicht sich dann ein Motivationsknick ein und ab dann leidet auch die Qualität der Arbeit.

    Ich habe es mir daher angewöhnt, hier nicht mehr allzu lange zuzusehen. Auch wenn es nicht immer leicht ist, solche Punkte gehören dann angesprochen und ausgeräumt. Klappt das nicht, wird die Zusammenarbeit beendet.

    Gruß

  • rundumkiel sagt:

    Tja, rundumkiel, der sich beruflich mit dem Thema “Kundenzufriedenheit” beschäftigt, hat da eine ganz einfache Philosophie:
    1. Es gibt keine Kunden aus der Hölle. Mit der Hölle macht man keine Geschäfte.
    2. Es gibt keine schwierigen Kunden, nur schwierige Verkäufer.
    3. Es gibt sowieso viel zu viel schlechte Verkäufer und Dienstleister.
    4. Ein “schwieriger” Kunde ist eine Herausforderung, kein Problem für einen guten Dienstleister und Verkäufer.
    5. Auch “schwierige” Kunden zahlen – und kriegen Full-Service.
    6. Ein Kunde, der sich beschwert, ist ein Geschenk – einer Unternehmensberatung würde man für den Vorschlag vermutlich viel zahlen.
    7. Besser “schwierige” Kunden für gute Dienstleister als gar keine Kunden.
    8. Kurios: Aber zufriedene “schwierige” Kunden bringen mehr Folgegeschäft als zufriedene “einfache” Kunden.

  • Sensei sagt:

    Also den Punkt 8 kann ich aus eigener Erfahrung sogar bestätigen, bei den anderen Punkten magst du recht haben, ich wollte es in dem Artikel aber einfach mal etwas plakativ darstellen :D

Einen Kommentar hinterlassen

Kategorien