Wie den richtigen Jobtitel wählen?

Kategorie: Bloging

Sobald man beginnt für sein Geschäft Visitenkarten zu drucken oder auch nur eine Signatur für Emails an Kunden und Anbieter zu entwerfen, muss man sich für einen Jobtitel entscheiden. Wie aber wählt man den richtigen Titel, ohne zu erheblich zu wirken oder aber auch sich selber zu klein zu machen?

Genau diese Frage stelle ich mir eigentlich selber schon recht lange, vor allem wenn man dann noch das Bedürfnis hat aufgrund der Kundenstruktur sowohl eine Deutsche, wie auch Englische Bezeichnung zu wählen.

Also habe ich mich mal umgesehen, was andere so auf ihren Karten stehen haben und einige Titel zusammen gesammelt zu denen ich mir mal Gedanken gemacht habe. Die Titel habe ich gleich mal in deutsch und englisch mit eingebunden, eventuell habt ihr ja ein ähnliches Problem wie ich.

Direktor / Director:

Ist wohl eher nur für den englischen Raum zu gebrauchen, ist dafür aber relativ ungefährlich, da nichts über die Größe des Geschäfts gesagt wird. Negativ hingegen könnte sein, dass der Eindruck entsteht, man wisse selber nicht wo man mit seinem Geschäft steht und es noch einigen Entwicklungsbedarf gibt.

Eigentümer / Owner:

Eine solide Angabe, mit klarer Aussage zu eurer Position im Unternehmen, weshalb ich selbst aktuell auch den Titel nutze. Der unschöne Teil dabei ist aber, dass die Größe des Geschäfts als eher klein dargestellt wird. Das muss zwar nicht negativ sein, aber leider gibt es immer Vor- und Nachteile.

Präsident/ President

Die Aussage hinter dem Titel ist auch hier wieder eindeutig, ihr seid derjenige, der die Zügel in der Hand hat und die Entscheidungen trifft. Seid ihr allerdings der einzige Angestellte/ Mitarbeiter eurer Firma, dann sendet ihr eine völlig falsche Nachricht und macht euch in gewisser Weise selbst unglaubwürdig.

CEO/CFO

Wer sich selbst als CEO bezeichnet, der will sagt damit aus, dass er an der Spitze einer relativ großen Organisation steht und auch der Chef von weiteren Direktoren ist. Negativ daran ist, dass ihr in diesem Fall den anderen Direktoren Rechenschaft schuldet. Solltet es sich nicht um ein großes Geschäft handeln, dann habt ihr mit diesem Titel genau so auf Sand gebaut wie bei dem vorangegangenen. Nennt sich ein Blogger CEO, dann sagt dies eigentlich nur aus, dass er entweder noch verdammt jung ist, oder sich nicht intensiv mit der Materie beschäftigt hat.

Obermurkel / Grand Poohbah

Eine nicht wirklich ernst gemeinter Vorschlagt, der allerdings positiv beweist, das ihr Humor habt, aber der Bumerang kommt sofort zurück und kann parallel bedeuten, das ihr euer Geschäft nicht sonderlich ernst nehmt.

Am besten ist, wenn jeder für sich selbst entscheidet, aber ich würde dennoch gerne wissen für welchen Titel ihr euch entschieden habt, oder entscheiden würdet, wenn es für euch nötig wäre. Es kann ja auch sein, dass ich die eleganteste Lösung übersehen habe.
Ich freue mich auf möglichst viele Kommentare zu diesem Thema.

Sensei

Geschrieben von Sensei am 05. 11. 2010
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5 Kommentare zu “Wie den richtigen Jobtitel wählen?”

  • lockdron sagt:

    Wie wäre es im Deutschen mit dem eleganten “Geschäftsführer”? Englisches Gegenstück hab ich aber leider nichts zu “hochtrabendes” zur Hand.

  • Sensei sagt:

    Ich würde als englische Übersetzung dann wohl Managing Director sagen. Im deutschen sicher eine elegante Lösung, aber die Aussage, dass es sich um ein größeres Unternehmen handelt bleibt und damit das Problem falls es sich nicht darum handelt.

    Aber sicher eine Alternative wenn man hauptsächlich im deutschen Sprachraum unterwegs ist.

  • Conny sagt:

    Also bei Direktor denk ich immernoch irgendwie an Schulen.
    Obermurkel – schöne Wortkreation, gefällt mir.
    Aber ich tendiere dann doch zum Wort Eigentümer.

  • Crazy Girl sagt:

    *kicher* ich finde das eine lustige Frage, vor allem im Hinblick darauf, dass es sich bei den meisten um Einzelfirmen handeln dürfte. Aber da kommt natürlich auch gerne das menschliche Geltungsbedürfnis zum Vorschein ;-)
    Sein eigener Chef zu sein ist natürlich schön, sagt aber dem Gegenüber in der Geschäftsbeziehung nicht viel, egal wie man das “Kind” auch immer, schon und weniger schön klingend (ist ja Geschmackssache), tituliert. Wenn es demjenigen auf Deinen Titel ankommt, dann ist schon mal etwas falsch an der ganzen Beziehung, denn unterm Strich sollte vor allem die Leistung zählen.
    Die wohl unverfänglichste Lösung ist der Studienabschluss als Titel, also z.B. Dipl. Betriebswirt…

  • Sensei sagt:

    @Tanja da bin ich dann ja auf dem richtigen Weg, aber gerade wenn man mit potentiellen Kunden verhandelt also jetzt firmentechnisch dann ist es für die sehr wohl relevant mit wem Sie sprechen. Gibt ja auch die Theorie es Buying und Selling Centers das immer aus den gleichen Funktionen bestehen sollte.

    Finde auch irgendwas muss man angeben, vor allem in einer Email Signatur. Für die Visitenkarte eines Bloggers ist das eher unwichtig, weil es da dann reicht, wenn Blogger drauf steht.

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