Du wirst als Blogger nicht reich werden!!

Kategorie: Bloging

Ich bin bei Piet über einen älteren Artikel gestolpert, der mich auf die Idee gebracht hat diesen Artikel zu schreiben. Mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass viele Einsteiger in der Blogszene anfangen zu bloggen um reich zu werden oder zumindest gutes Geld zu verdienen. Das ist aber, wenn man sich auf das Bloggen beschränkt unmöglich, so dass der Zeitaufwand, den man aufwendet gerechtfertigt ist.

Ich habe euch ja die „50 einflussreichsten Blogger 2009“ vorgestellt und bei vielen habe ich auch aufgeführt, wie viel so mit ihrem Blog verdienen. Für viele scheint sich daraus ein Trugschluss zu ergeben, den ich hier an zwei oder drei Beispielen erklären möchte.

Beginnen will ich aber mit den Voraussetzungen für einen Blog und einer kleinen Beispielrechnung. Damit ein Blog Erfolg hat braucht man, nachdem er etabliert ist eigentlich mindestens einen Artikel pro Tag.
Wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, stelle ich fest, dass ich um einen Artikel zu schreiben, der nicht einfach nur mal so dahin geschlurrt ist 30 Minuten bis eine Stunde brauche.

Damit komme ich im Monat auf 15 bis 30 Stunden die ich aufbringe um nur meine Artikel zu schreiben. Da ich den Blog aber auch zumindest etwas bewerben muss, damit überhaupt Besucher kommen rechnen wir einfach mal mit 30 Stunden pro Monat Aufwand pro Blog. Damit sich der Blog also rechnet und ich auf einen schon sehr geringen Stundenlohn von 10€ pro Stunde komme muss ich, ohne dass die Kosten eingerechnet sind 300€ im Monat mit Werbung und Affiliate-Marketing verdienen.

Wer das jetzt gegen seine realen Einnahmen pro Monat hält bemerkt schnell, dass bloggen eigentlich nicht zum Geld verdienen geeignet ist. Man könnte die Zeit besser nutzen, wenn man bei einem Discounter einen 400€ Job annehmen würde.

Wer bloggt und das seit längerer Zeit macht dies also aus Spaß an der Freude und nimmt nebenbei die Einnahmen, die sich anbieten einfach mit.

Gerade Anfänger argumentieren jetzt, dass es doch aber die Top-Blogger gibt, die mit ihren Blogs $100.000 und mehr pro Monat verdienen. Ok, ich sehe ein es sieht so aus, als ob man mit einem Blog rentabel werden könnte, aber die wichtigste Fragen wird an dieser Stelle nicht gestellt. Wieso erzielen Top-Blogger diese Einnahmen?

Nehmen wir doch einmal ein Beispiel von der Liste der “50 einflussreichsten Blogger 2009“. Jeremy Shoemaker zum Beispiel ist ja einer der bekanntesten und bestverdienenden Blogger der amerikanischen Szene. Aber auch er ist nicht durch seinen Blog reich geworden, sondern als Webentwickler und Internet Marketer. Erst als er durch seine anderen Projekte immer bekannter wurde und sich von einigen von ihnen trennte, begann sein Blog langsam, rentabel zu werden. Aber nicht, weil er plötzlich besser gebloggt hat oder den Blog beworben hat, sondern, weil einfach mehr Menschen lesen wollten, wie er es geschafft hat. Gleiches trifft übrigens auf die meisten Blogger in der Liste zu, sie waren erst mit etwas anderem bekannt oder erfolgreich, bevor ihr Blog überhaupt rentabel wurde.

Was aber können wir daraus lernen?

Nun ja, die Moral von der Geschicht‘ ist, um es auf englisch zu sagen „Never put all Eggs in one basekt!“. Mit nur einem Projekt, dass nur aus einem Blog besteht ist es sehr schwer rentabel zu arbeiten. Sobald man mehrere Projekte betreibt und durch die anderen Projekte bekannter wird, kann man es aber trotzdem schaffen, dass ein Blog rentabel wird.

Für mich ist das Bloggen aktuell die Möglichkeit der Blogsphere und meinem Network etwas zurück zu geben. Das große Geld muss halt woanders verdient werden, was allerdings nicht wirklich schlimm ist.

P.S. auch der Guru hat vor einiger Zeit schon mal einen Artikel zu diesem Thema geschrieben, falls ihr euch für das Thema interessiert findet ihr ihn unter Ist erfolgreich bloggen Arbeit oder Spass?

Sensei

Geschrieben von Sensei am 11. 11. 2009
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45 Kommentare zu “Du wirst als Blogger nicht reich werden!!”

  • Markus sagt:

    Die 30 Stunden die Du hier aufführst sind ja auch kein Zeitaufwand wenn man wirklich mit etwas Geld verdienen will. Das geht mit so einem mäßigen Zeitaufwand natürlich nicht. Das ist als Hobby einzustufen mehr nicht. Wenn jemand wirklich Geld verdienen möchte, muss er da schon etwas mehr zeit für investieren. Recht hast Du allerdings in Deiner Kernaussage schon. Es funktioniert nicht einfach mal einen Blog aufzumachen und reich zu werden, auch sollten man nie auf ein Projekt setzen. Selbst wenn dieses Projekt der Renner ist, kann immer was passieren und die Einnahmen brechen weg. Hat man mehrere Projekte die einem Einnahmen garantieren, fällt der verlust nicht ganz so schlimm aus.

  • Pe-Su-Ki sagt:

    Bin mir nicht mehr ganz sicher, ob ich es bei Dir geschrieben hatte, oder in einem anderen Blog. Zur Zeit verfolge ich soviele Blogs, das man(n) schon teilweise den Überblick verliert. In diesem Land kann man mit Bloggen nicht REICH werden, man kann sogar froh sein, wenn überhaupt mal jemand einen der Werbebanner, oder die Textliks anklickt. Ich versuche es mittlerweile beim Besuch einer Webseite und wenn sie mir gefällt, auch mal auf eine der Werbungen zu klicken. So nach dem Motto “Ein Geld-Herz für Webmaster”!

    Immerhin sehe ich es ja selber, wie schlecht die Werbung akzeptiert wird und wie wenige Klicks darauf stattfinden. Wenn ich mir dann noch vorstelle, das ich für meine Domain und den Webspace bezahlen müsste, wäre es ein reines Minusgeschäfft. Mag ja sein, dass einige Blogger in einen fernen Land damit Geldverdinen, aber hierzulande wird es eine Ausnahme sein. Nicht umsonst versucht der große Werbeguro jetzt schon seinen Namen zu verbergen, damit vielleicht doch noch der eine oder andere Klick stattfindet.

    Gruß Pe-Su-Ki

  • Sensei sagt:

    Danke euch beiden für eure Kommentare.

    @Markus im Kern, wollte ich ja genau auf das hinweisen, was du geschrieben hast, bloggen ist ein Hobby und man sollte nicht erwarten, damit reich zu werden oder Geld zu verdienen.

  • Markus sagt:

    @Pe-Su-Ki So ganz pauschal kann man das auch nicht sagen. Wenn Werbung am untersten Rand der Seite eingebaut wird ist klar das die keiner beachtet. Es gibt Studien wie User eine Seite wahrnehmen und anhand diesen sollte man auch arbeiten. Desweiteren gibt es auch Studien welche Werbeformate am besten funktionieren. Und Werbung heißt nicht gleich Google. Richtig Geld verdient damit keiner. Direktvermarktung bringt das Geld und im Prinzip könnte es Dir da sogar egal sein ob die Werbung beachtet wird oder nicht. Klar springen dir irgendwann die Werbekunden ab, wenn es nichts bringt aber ich denke man versteht auf was ich hinaus will. Mit Namen verbergen spielst Du wahrscheinlich auf Google an und das in Video und ähnlichen Ads das Google Logo verkleinert wurde. Wenn sie es aus Deinen geschilterten Gründen machen würde, müsste es doch bei allen Werbungen sein?!

  • Gilly sagt:

    Man kann mit so vielen Jobs und Tätigkeiten nicht reich werden. Dennoch haben es auch in Deutschland einige Blogger geschafft (SEOs und nicht SEOs), dass sie angenehm davon leben können und das Bloggen hauptberuflich betreiben.

    Wirklich reiche Blogger gibt es glaube ich weltweit eh nur sehr wenige.

    Ich finde genau wie Markus 30 Stunden als Zeitaufwand für einen Selbständigen unverschämt wenig angesetzt. Ich habe z.b. hochgerechnet eine 60 Stunden Woche.

  • Markus sagt:

    Sehr interessanter Post! Also ich sehe es ähnlich wie du. Als kleiner Blogger braucht man sich gar nicht groß die Hoffnung machen auch nur ansatzweise “reich” zu werden.

    Ich denke aber, dass es grundsätzlich wohl möglich ist, mit Blogs Geld zu verdienen. Sogar soviel, dass man davon leben kann. Dafür muss man aber die nötige Kompetent haben, also wissen worüber man schreibt und zudem die ganze Sache auch wirklich wie einen Full-Time Job sehen.
    Da ist nichts mit bis 11 Uhr ausschlafen und dann mal sehen was in den Feedreader kommt. Irgendwie muss es da schon ein Konzept und wirkliches Interesse geben.

  • Sensei sagt:

    @Gilly ich habe ja auch für mich gerechnet und die Rechnung sollte nur als Beispiel dienen. Übrigens sind die meisten Blogger nicht reich geworden weil sie gebloggt haben, sondern weil sie durch andere Projekte bekannt geworden sind.

  • Pe-Su-Ki sagt:

    Von wem die Werbung ist, ist ja egal. Über das “wo” einbauen, könne sich nur Blogger gedanken machen, die auch zugriff auf die eigenen Artikel haben. Bei mir gibt es nicht die freie Auswahl, das ich entschieden kann wohin damit.

    Und um mal auf das Thema ZEIT zurück zu kommen, jenachdem über was man gerade schreibt, kann da schon sehr viel Zeit für die eigene Suche bei drauf gehen. Dann noch die Zeit dazu um den eigenen Artikel zu schreiben, reichen 30 Minuten meistens nicht aus.

  • Markus sagt:

    @Pe-Su-Ki Es ist eben nicht egal von wem die Werbung ist. Es ist ein riesen Unterschied ob du bezahlt wirst für Klicks, Einblendungen oder eben eine monatlichen Fixbetrag durch Direktvermarktung bekommst.

  • Alex L. sagt:

    Hi,
    also ich habe zum Thema auch etwas zu sagen. Also wenn man vorhätte, mit dem eigenen Blog, ein stetiges und vor allem wachsendes Einkommen zu generieren, würde es die ganze Freizeit in Anspruch nehmen. Man darf nichts ausser dem Webworking mehr machen, denn von ein paar Blogbeiträgen passiert auf der Schiene ja ganz und gar nichts.

    Blogwerbung wird hierzulande schlecht bis kaum akzeptiert, geschweige denn positiv gesehen. Allein das ist eine immense Hürde für einen Blogwebmaster, welche genommen werden muss.

    Mit einem einzigen Blogprojekt Hunderte, gar einen 4-stelligen Eurobetrag im Monat zu verdienen, denn das braucht man mindestens Netto, um entweder als Single oder mit einer kleinen Familie, ich sage mal so, über die Runden zu kommen. Aber diese Summe mit einem Hobby-Blog zu erwirtschaften, ist doch kaum machbar.

    Täglich mehrere Kurzartikel müssten bei einem solchen Ziel so oder so zur Pflicht werden. Die Einstellung “Blogge ich heute, blogge ich morgen” dürfte man dann nicht haben. Ich weiss, ich sehe es etwas verbissen, aber ohne die organisierte Blogger-Arbeit wäre doch gar kein Einkommen zu erzielen. Das steht doch fest. Allein Lust am Schreiben reicht meiner Meinung nicht aus.

    Einmal konnte ich über 300 Euro in einem Monat mit meinem Blog verdienen. Dabei war alles drin, von Reviews bis Trigami über Teliad und wie die alle heissen. Damit möchte ich nur sagen, dass das Bloggen allein nur die schlichte Basis für Einnahmen ist. Alles andere nimmt den ganzen Tag in Anspruch und das ist Promotion und Direktvermarktung. Auf Google Ads setze ich schon lange nicht mehr.

    Man kommt wirklich nur durch Verzicht auf eigene Freizeit auf überhaupt irgendwelche Blogeinnahmen:-( Es gibt sehr viele kompetente Blogger, welche sich in schwierigen BEreichen auskennen. Da kann Geld verdient werden, aber sogar mit Sicherheit. Als son kleiner Privatblogger probiert man dies und jenes aus und wenn etwas klappt, nimmt man diese Strategie mit auf die Liste.

    Die Mentalität eines Deutschen behindert den Erfolg im Internet. Das ist meine Meinung. Erzähle irgendwo, wieviel du verdienst und schon wird über dich herzogen. Das macht den Aspekt des Geldverdienens im deutschen Internet zunichte.

    Ehrlich, ich gebe es zu, mit einem PR 3-5 der Blogstartseite könnte man locker auf 3-stellige Monatseinnahmen(Monat für Monat) kommen, aber dazu muss der PR erst da sein. Es sind solche Sachen, welche mit dem Bloggen gar nichts zu tun haben, aber könnten einem Blogwebmaster zum Einkommen verhelfen. Blogs sind anscheinend sehr beliebt bei der Werbeindustrie.

    Mein Fazit: Als Freizeitblogger sind nur begrenzte Einnahmen möglich, aber i-was im Privatleben bleibt auf der Strecke, weil man nur im Internet sitzt. Das ist Fakt! Wenn man jedoch sich entscheidet und die eigene Freizeit aufgibt, dann geht das klar und man kann einiges bzgl. der Blogeinnahmen erreichen, aber ganz ungezwungen, einfach machen und gut :-)

    Und auch hier bleibt nichts auf Dauer bestehen: Die Konkurrenz um die Ecke schläft nicht und PR-abhängige Einnahmeblogs müssen ständig ranklotzen. Von ein paar verfassten Artikeln rollt der Euro auch nicht. Aber der Content darin, der lässt sich schon mal über kurz oder lang vermarkten :-) Das erkenne ich als eine nicht zu unterschätzende Stärke eines Bloggers.

  • thomas sagt:

    E s besteht schon ein Unterschied zwischen “reich werden” und Geld verdienen.
    Bei der technorati-umfrage “state of the blogosphere” wurde festgestellt, dass du ca. 100.000 Besucher im Monats brauchst um davon leben zu können (nicht reich werden).
    Ich denke, dass ist eine realistische Zahl.
    Kommt natürlich auch immer auf das Blogthema an.
    3500 Besucher täglich sind durchaus machbar, aber nicht mit 1 Stunde pro Tag.

  • Guru 2.0 sagt:

    Hallo Sensei!
    Eine interessante Diskussion hast DU diesmal losgetreten. Ich hatte ja auch schon ein ähnliches Thema “Ist erfolgreich bloggen Arbeit oder Spass?” auf meinem Blog.

    Um mit einem Blog wirkliches Geld zu verdienen und nicht nur die Kosten zu decken, müssen wir leider zu erst die Sprache wechseln. Die Zielgruppe für einen deutschsprachigen Themenblog ist einfach zu klein. Ausser ich nehme Themen die jeden interessieren. Aber bei diesen glaubt auch jeder ein Experte zu sein.

    Zweitens ist es richtig: Ich muss ein fundiertes Fachwissen zu dem Thema haben und es auch ansprechend und verständlich präsentieren. Dann kommen die Leser und in der Folge die Werber. Und wer wirbt ist im Endeffekt vollkommen egal, Hauptsache der Rubel rollt.

    Drittens muss ich auch den Vorrednern recht geben: Von nichts kommt nichts. Wenn ich nicht mindestens 30 bis 40 Stunden die Woche in den Blog investiere, ist es einfach ein Hobby und nicht Arbeit. Weil erst mit wirklicher Arbeitsleistung kommt Qualität heraus.

    Viertens hast auch Du vollkommen recht: Erst wenn man bekannt ist wird man gelesen und die Mundpropaganda läuft. Dann geht es wie von selbst. Aber als Blogger wirst Du nicht bekannt, sondern durch andere Projekte.

    Fünftens, denke ich: Erfolg ist nicht in Geld auszudrücken, sondern in anderen Dingen oder mit Umwegrentabilität. Jemand liest den Blog und gibt daher einen Auftrag oder schlägt ein Geschäft vor.

  • m.o.m. sagt:

    Schaut mal “meetinx” und Selbstaendig im Netz an”. Da wir einiges an Euros generiert.

  • SantaCruze sagt:

    Geld verdienen und Reich werden sind ja unterschiedliche Schuhe. Wenn man als Blogger mehr verdient als jemand der an der Kasse im Supermarkt steht, im Krankenhaus seine Tag/Nacht Schichten schiebt usw. würde ich das schon als Geldverdienen einordnen, denn es gibt mehrere Blogger die in Spannen ab 2-3.000+ verdienen. Reich werden heißt aber für mich, das man binnen von 2-5 Jahren schon eine 7-stellige Summe verzeichnen kann und dies dürfte kaum möglich sein.

  • Sensei sagt:

    @SantaCruze ja stimmt, aber jetzt musst du bedenken, dass es auf das gleiche raus kommt. Denn wenn wir bedenken, wie viel Zeit wir investieren müssen um ein solches Einkommen zu erreichen, dann stehen wir bei 60h+ im Monat und man müsste genau rechnen, ob sich die investierte Zeit wirklich im Einkommen wieder spiegelt.

  • Gilly sagt:

    Lieber 60h spaß an der Arbeit als 40h vom Job angekotzt sein ist da meine Devise :)

  • maik sagt:

    Nennt mir einen, der mit seinen Blog reich werden will – dessen Geschreibe lese ich nie wieder.

    Weblogs sollen mir einen Mehrwert bieten. Wenn es jedoch darauf hinausläuft, mit aller Macht Geld zu verdienen, habe ich kein Vetrauen mehr zu diesem Blogger.

  • Markus sagt:

    @maik Mehrwert liegt im Auge des Betrachters. Jeder hat andere Interessen und so wird auch jeder was anderes lesen. Und nur weil jemand Geld verdienen möchte, liest Du desen Beiträge nicht mehr, die Du evtl. vorher regelrecht verschlungen hast? Sorry aber das ist eine Moral die na ja … ich nenn es einfach mal Neid. Klar wenn jemand meint er müsste einen auf einmal mit Werbung bombadieren in einem Ausmas wo nicht mehr erdräglich ist, geb ich Dir recht, aber wo ist das problem wenn die Inhalte die selben guten sind? Und das Blogs die das Ziehl haben keinen Mehrwert darstellen, halte ich für eine sehr gewagte wenn nicht gar freche Aussage gegenüber manch wirklich gutem Blogger.

  • maik sagt:

    Nein Markus, dass hat nichts mit Neid zu tun – sondern nur mit Vertrauen. Ein Blogger, der mit seinem Projekt unbedingt reich werden will, veröffentlicht Beiträge weil er Beiträge veröffentlichen muß.
    Da stellt sich mir die Frage: Ist das überhaupt seine wirkliche Meinung oder bloggt er nur, um zwanghaft neue Leser zu gewinnen, die gleichzeitig mehr Umsatz bedeuten.

    Zu Deinem letzten Satz: Jeder der ein Weblog betreibt, will doch auch dadurch einen gewissen Mehrwert bieten.
    Deshalb verstehe ich nicht, dass Du schreibst, es gäbe Blogger, denen eben dieser Mehrwert egal wäre.

  • Markus sagt:

    @maik Ich meinte in meinem letzten Satz, das man nicht einfach sagen kann ein Blog desen Ziel es ist, Geld zu verdienen, bietet keinen Mehrwert. Ich kenne einige Blogs die gutes Geld verdienen mir aber einen argen nutzen geben. Immer wieder finde ich dort gute Artikel die mir selber weiterhelfen. Klar gibt es natürlich auch schwarze Schafe, aber man darf nicht alles über einen Kamm scheren. Letztlich entscheidend ist doch ob dir ein Blog Mehrwert, Nutzen oder wie auch immer bietet und dann ist es doch eigentlich egal ob der Blogger damit Geld verdient oder nicht. Wenn natürlich auf dem Blog nur bezahlte Posts und dergleichen zu finden sind, geb ich Dir recht.

  • maik sagt:

    @ Markus – nicht Blogs, mit denen Geld verdient wird, bieten mir keinen Mehrwert, sondern Blogs, auf denen mit aller Macht versucht wird, Geld zu verdienen.
    Das ist ein kleiner Unterschied.

  • Alex L. sagt:

    @Maik,
    genau das ist doch das Problem. Im deutschsprachigen Internet wird es nicht akzeptiert, dass ein Blog Einkommen generiert und wenn diese Blogger/Blogs es auch noch im eigenen Blog kundtun, kommt es noch weniger an.

    Sogut wie alle Blogger würden gerne etwas von den Blogeinnahmen sehen, aber wenn man dieses Thema dann Schwarz auf Weiss bringt, gibt es gleich einen Unmenge von Gegnern.

    Mich persönlich stört Blogwerbung nicht, ist mir sogar egal, aber diese Blogs lese ich wegen den anderen Gründen trotzdem. Eigenartigerweise haben reine Einnahme-Blogs oft eine Menge Besucher, obwohl dort allerhand Werbung eingebaut ist, obwohl dort über dieses Thema geschrieben wird.

    Es wird nachwievor so sein, dass sich viele Blogger trotz bestehender Einnahmen an keinerlei Einnahmeveröffentlichungen und offenen Diskussionen beteiligen werden. Das ist zurecht so, weil man damit aufpassen muss.

    Und wenn man darüber schreibt und diskutiert, muss man auch aufpassen, wie man dieses Theme rüberbringt, denn die Blogleser können es schnell missverstehen. Das sind so Sachen, welche eher mit Bedacht angefasst werden sollten.

  • Anatoli sagt:

    Hallo,
    ich bin zwar kein 100%iger Blogger aber ich kann ja meiner Erfahrung als Webmaster auch hier loswerden, wenn diese vielleicht jemanden interessiert. Ich kann nämlich schon ganz gut von meinem Geld, welches ich mit meiner Webseite verdiene leben und studiere gerade Wirtschaftswissenschaften. Ich würde sogar behaupten, dass es wirklich möglich ist mit einem Blog gutes Geld zu verdienen. In meinem Fall war es vor allem so, dass ich in der Anfangszeit, die für mich ca 1 Jahr dauerte, richtig richtig viel und hart gearbeitet hab und mit Motivation Tag und Nacht meine Zeit in meine Webseite gesteckt habe. Erst dann hat meine Seite durch Zufall angefangen Geld abzuwerfen und das nur durch Adsense und Contaxe Einnahmen.

  • Sensei sagt:

    genau das ist was ich sagen will, du wirst nicht reich weil du bloggst, sondern, weil du in einer Situation glück hattest

  • Sascha sagt:

    Meiner Meinung liegt da aber ein Fehler in der Rechnung:
    Du schreibst mit 30 Stunden Zeitaufwand und rechnest dann pro Stunde 10€. Wenn man so kalkuliert wird es tatsächlich schwierig. Wenn man aber davon ausgeht, dass man im Monat gerne 2000€ an Werbeeinnahmen haben möchte und rechnet dass der Monat 30 Tage mit 24! Stunden hat, die der Blog Online ist, dann kommt man auf einen effektiven Wert von 2,8€ die der Blog in der Stunde abwerfen muss.

    Rechnet man nun noch die Vergütungen hinzu, die zum Beispiel durch Adsense Sharing oder die anderen Programme dazukommen, dann sind 3€ pro Stunde durchaus ein machbarer Wert, selbst wenn man bloss einen Artikel pro Tag schreibt.

    Wie MOMWORX schon angedeutet hat gibt es einige Blogs die ein Heidengeld verdienen. Wie machen die das? Die haben zig hunderte Artikel und sind in ihrer Nische fast immer in den SERPS vertreten. Das ist durchaus schaffbar.

  • Sensei sagt:

    Ich denke, wenn wir jetzt darüber diskutieren, welche Rechnung mehr Sinn macht und wo etwas ausgelassen wird, dann kommen wir nicht weiter.

    Ich bestreite nicht, dass es Blogs gibt, die 2000€ pro Monat erwirtschaften, aber auch nicht vom ersten Tag an, seitdem sie online sind. Das ist normal und ok. Der Artikel sollte eigentlich nur zeigen, dass man zwar Geld mit Blogs verdienen kann aber insgesamt nicht zu hohe Erwartungen haben sollte.

    Ich denke, es kommt darauf an, wie man reich definiert und welche Ansprüche man an das Verhältnis von Zeitaufwand und Verdienst hat.

  • […] gebracht. Auch ich habe mich in verschiedenen Posts damit beschäftigt. Aber auch Sensei hat mit Du wirst als Blogger nicht reich werden dies sehr gut behandelt. Was mir besonders gut gefällt sind zwei Kernaussagen: Für mich ist das […]

  • […] gibt es wesentlich bessere Möglichkeiten, auch hierzu hab ich schon einen Artikel geschrieben(http://netheweb.de/bloging/du-wirst-als-blogger-nicht-reich-werden/). Was ich recht gut finde ist Gastartikel oder bzw. Werbeartikel ansonsten halt Affiliate Krams […]

  • Philipp sagt:

    Wir haben jetzt März 2011. Hat sich seitdem am deutschen Bloggerverhalten etwas verändert?
    Ein Kumpel meinte letztens, er würde nie Blogs besuchen, bis auf meinen (Freundschaftsdienst ;)). Er tummele sich lieber in Foren.

  • Onassis sagt:

    Bloggen um Geld zu verdienen – das klappt nicht!
    Wenn muss es heißen:
    Bloggen um mit der Seite etwas zu VERKAUFEN, mit dem man Geld verdienen kann”

    Und was Phillip sgat ist auch ein Punkt: Blog oder Forum?
    Ein Forum läuft von alleine durch die user weiter (wenn man ein paar hundert hat). Ein Blog ist immer auf den aktiven Ersteller zurückzuführen!

  • Axel sagt:

    Absolut d’accord! Als Blogger wird man auch nicht reich werden. Gibt vielleicht eine Handvoll Blogger, die (weil sie vielleicht schon ganz lange dabei sind und entsprechende Themen haben) genug Geld für sich rausholen können. Aber die kann man sicherlich an einer Hand abzählen.

    Grüßle aus Nürnberg!
    Axel

  • Franzi sagt:

    So siehts aus. Normalerweise sollte man denken, das die Artikel alleine schon durch die Serps gefunden werden und damit Besucher auch die Seite kommen. Da aber die Qualität der einzelnen Poste nicht immer gut ist, bringen manche Artikel auch nicht so viel.

  • Dachte immer, Blogger seien vom Wunsch der Aufklärung, alternativ der gesteigerten Mitteilsamkeit, mindestens aber davon beseelt, dass es Dinge zu sagen gibt, die woanders keine Verbreitung finden können. Dass man mit Bloggen Geld verdienen kann oder will, hatte ich nie angenommen.

  • Katja sagt:

    Bloggen ist eine Vollbeschäftigung. Um den Blog am laufen zu halten ist Arbeit und viel Zeit nötig. Von alleine läuft der Blog nicht. Später wenn eine gewissen Traffic erreicht wurde,kann man an Werbung denken. Ob da ein Betrag zustande kommt der für ein Einkommen reicht hängt von der geleistete Arbeit ab.

  • Michael sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich mit einem Blog den Lebensunterhalt verdienen bzw. reich werden kann. Die meißten Blogs haben Anfangs viele Beiträge. Jedoch nimmt die Anzahl der Posts meißt schnell ab, da es sehr Zeitaufwendig ist einen einen Blog zu moderieren und Beiträge zu schreiben.

  • Lara sagt:

    Ich unterhalte privat auch einen Blog, doch dies wirklich professionell aufzuziehen stelle ich mir als nicht praktikabel vor. Hier ist so viel zeit notwendig, gute Inhalte zu schreiben, zu moderieren und immer wieder aufs neue sich gedanken zu machen. Mit einem Vollzeit-Job wäre mir das gar nicht möglich, das wirklich auf professioneller Ebene laufen zu lassen, ziehe allerdings meinen Hut vor jenen Bloggern, die es schaffen, tagtäglich interessante Inhalte zum Besten zu geben…

  • Julia sagt:

    Wir sind nicht alle Perez Hilton ;-) Stimmt da Lara zu, mit einem Vollzeitjob ist das einfach nicht zu machen. Woher soll man die Zeit nehmen die ganzen Texte/Beiträge etc. zu erstellen. Aus meiner Sicht nicht möglich. So Abends zwischendurch mal was machen geht ja, aber mehr ist eigentlich nicht drin.

    LG
    Julia

  • strohhalm sagt:

    Ich befasse mich nun seid genau 3 Monaten mit dem Affiliate-Marketing.
    Geld muss man sich immernoch erarbeiten und deshalb sind alle anderen Online-Verdienste meiner Meinung nach
    unrentabel bzw unseriös.

    Durch verschiedenste Internt-Plattformen werbe ich nun bestimmte Firmen oder Betreiber eigener webseiten und konnte zusätzlich zu meinem
    derzeitigen Ausbildungsgehalt einen Nebenverdienst von 885€ auf meinem Konto verzeichen.
    Das ganze lässt sich nach und nach noch weiter Ausbauen, ich kann mir also durchaus vorstellen später auch davon zu leben.
    Ich muss dazu sagen das dieses ganze Unterfangen viel Zeit und Arbeit mit sich bringt, vorallem muss man erstmal in die Materie einsteigen wenn man Neuling auf diesem Gebiet ist.

    AUf Superclix könnt Ihr nach kostenloser Anmeldung einen passenden Werbepartner finden, welcher euch für Klicks, Käufe oder auch Anmeldungen vergütet.


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  • Emanuel sagt:

    Wenn man an sein Blog Spaß hat, dann freut man sich über jeden Euro. Aber wenn man nur Bloggt um Geld zu verdienen, dann ärgert man sich über jeden Euro den man nicht hat.

    Grüße Emanuel

  • Hm – ich bin beim Artikel über die 30 Stunden Arbeitsaufwand pro Artikel gestolpert. Das würde ich für 3o Artikel niemals schaffen! Allerdings kam mir gerade der Gedanke, dass es solche und solche Blogartikel gibt. Ich meine nun nicht schlechte und gute, sondern “plaudernde, erzählende, …” und “fachliche” Blogartikel. Bitte nicht falsch verstehen, da liegt nun überhaupt keine Wertung drin! Aber wenn ich “plaudere” vermute ich mal, dass ich weniger Zeit dafür benötige, als wenn ich fachliche Artikel schreibe, insbesondere dann, wenn die Zahl über 100 geht! Nach einem Jahr hat man dann ja schon über 365 Artikel geschrieben! Da kann einem schon mal die Puste ausgehen :-)

    Was ich sagen will ist dies: Wer einen fachlich, lockeren Blog betreibt, wird wohl viele Stunden pro Monat investieren. Und es gibt sicherlich noch einige Komponenten, welche die aufzuwendende Zeit sehr beeinflussen, zum Beispiel:

    – Die Anzahl der Wörter! 300 oder bis zu 1.000?
    – Recherche! Lockeres Berichten oder fachliches Bloggen!
    – Keywords – SEO! “Kundenorientiertes Schreiben” oder “Egal, ob’s jemand interessiert”?

    Am liebsten würde ich darüber mal was schreiben :-)!

  • Sensei sagt:

    Also ich würde den Unterschied nicht über die fachliche Komponente machen sondern eher von der schreibenden Person abhängig machen.

    Denn ich kann auch einen Fachlich anspruchsvollen Artikel schreiben der den Kern des Themas erfasst, wenn ich die Fachliche Kompetenz bereits besitze.

    Als Beispiel könnte man z.B. nehmen dass man bestimmte Funktionnen in den eigenen Blogs bereits mehrfach integriert hat und dann letztendlich der Blogsphere noch eine Anleitung zur Verfügung stellt, wie dies bestmöglich gelöst werden kann. Gleiches gilt aber auch über wissentschaftliche Abhandlungen, sofern man nicht den Anspruch hat alles mit Zitaten zu belegen.

  • Hallo Sensei,

    ich wollte mich da nicht irgendwie festlegen. Es war nur als Anstoß gedacht. Die Geschichte hat sicherlich viel mit der schreibenden Person zu tun.

    Ich ging auch vom Besitz der fachlichen Kompetenz aus. Aber trotz fachlicher Kompetenz kann es schwer werden, täglich NEUES zum Thema zu veröffentlichen. Immerhin wären das 365 Artikel im Jahr (wenn man beim Thema bleibt)!

    Und das halte ich auch für wichtig, wenn man mit Blogging Geld verdienen möchte.

  • Sensei sagt:

    Da kommt es sicherlich auf die Zielsetzung an. Ich schreibe hier ja selber auch nur wenn ich etwas zu sagen habe und veröffentliche nicht generell jeden Tag einen Artikel zu einem beliebigen Thema.

    Unter diesen Voraussetzungen ist meine Aussage zu sehen, ich gebe dir aber recht, dass wenn man wie Chashy z.B. jeden Tag sogar mehrere Artikel veröffentlicht da enorm viel Zeit hinter steht und damit auch das Einkommen größer ist.

    Für das Einkommen entscheidend ist aber meiner Meinung nach nicht die Anzahl der Artikel sondern vor allem die “Autorität” die man sich erarbeitet hat, da die meisten Angebote erst kommen wenn man sich etwas etabliert hat.

  • Sehr treffend :-) Entweder man ist schon bekannt wie ein bunter Hund (und hat sich dadurch schon in der Vergangenheit eine Autorität aufgebaut) oder man baut sich die Autorität erfolgreich auf und dann kommt es wahrlich nicht mehr so sehr auf die Anzahl der Artikel an. Es spielen so viele Komponenten eine Rolle. Fest steht aber: “Eröffne einen Blog und werde reich!” funktioniert so nicht!

  • Eatofid sagt:

    Guter Artikel aber ich sehe das doch bei weitem anders. ;-)
    Erst letztens schickte mir eine sehr gute Freundin, welche einen der bekanntesten Fashion Blogs im deutschsprachigem Raum betreibt einen Screeny, auf welchem ersichtlich war, dass sie damit im letzten Monat rund 20.000 Euro verdiente. Nur mit Google Adsense. Wie gibt es das?
    Tja, sie war auf RTL, ihre Domain eingeblendet, Artikel über sie in 3-4 der bekanntesten Fashion Magazinen und und und…
    Darum hat sie teilweise auch einige hunderttausende Besucher am Tag. Ist keine Seltenheit bei ihr. Über FB und Twitter folgen ihr auch immens viele. Sie is halt eine Ausnahme Bloggerin. Realität is halt, sowas schafft im deutschsprachigem Raum vlt. sonst kaum wer. Sie meinte sie hat 2-3 namhafte Konkurrenten, bezogen aufs Geld. Sie verdient jedoch bei weitem mehr. Letztens wurde sie von einem bekannten Modedesigner gebucht. Die Gage war immens.

    Aber nicht nur bei Fashion Blogs. Peer Wandiger verdient mit SIN wohl schon rund 6000-7000 Euro brutto pro Monat und schreibt dafür gerade einmal im Schnitt 4-5 Artikel pro Woche. Also bin zZ. nicht so am Laufenden. :-)

    Gibt also schon einige, die da sehr gut von leben können und nen sehr guten Stundenlohn haben. Aber das is halt hart erarbeitet, über Jahre. :-)

    99% der Blogger bekommen halt nur ein Mini Stück von der Torte ab, wenn überhaupt.

    Mein Stundenlohn ist… ein Witz, also auf Blogger-antworten. ;-)
    Is halt ein totaler Nischen Blog. ;-)

    Naja, man muß halt immer Abstriche ziehen.^^

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